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Ratgeber · Beglaubigte Übersetzungen

Impfpass übersetzen: Reicht die vorhandene Sprachfassung?

Eine Übersetzung macht vorhandene Impfeinträge sprachlich zugänglich. Sie ist von der medizinischen Bewertung und der Ausstellung einer neuen Impfbescheinigung zu unterscheiden.

Geprüft am 27.10.2026

Kurz erklärt

Zeigen Sie dem Empfänger zunächst die vorhandene Dokumentfassung und fragen Sie nach akzeptierter Sprache und Form. Ein mehrsprachiger Impfausweis kann bereits passende Angaben enthalten. Ob eine beglaubigte Übersetzung verlangt wird, hängt vom konkreten Zweck ab. Die Übersetzung bestätigt weder einen zusätzlichen Impfschutz noch ersetzt sie eine ärztliche Bewertung der Einträge.

Empfänger und gewünschten Nachweis benennen

Notieren Sie, ob die Unterlage einer Praxis, Einrichtung oder anderen Stelle vorgelegt werden soll. Fragen Sie nach dem tatsächlich benötigten Dokument, bevor Sie eine allgemeine Reiseanforderung auf jeden Impfeintrag übertragen.

§ 22 IfSG beschreibt die medizinische Impfdokumentation. Eine Übersetzung einer vorhandenen Fassung ist kein neuer ärztlicher Eintrag und keine nachträgliche Bescheinigung einer nicht dokumentierten Impfung.

Nachlesen: § 22 IfSG: Impf-, Genesenen- und Testdokumentation

Datumsangaben und Impfstoffbezeichnungen vollständig zeigen

Stellen Sie die verlangten Seiten einschließlich Überschriften, Stempel und lesbarer handschriftlicher Angaben bereit. Lassen Sie vorhandene Chargen- oder Produktbezeichnungen erkennbar, ohne sie selbst zu vereinheitlichen.

Bei unklaren medizinischen Angaben fragen Sie die ausstellende Praxis. Wir können den vorhandenen Text sprachlich übertragen; eine medizinische Gleichsetzung verschiedener Impfstoffe oder eine Behandlungsempfehlung ist eine andere Aufgabe.

Vorhandene Sprachhilfen und Übersetzungsumfang prüfen

Das RKI stellt mehrsprachige Impfinformationen bereit. Solche allgemeinen Materialien erläutern jedoch nicht automatisch Ihre persönliche Dokumentation und ersetzen keinen individuell angeforderten Nachweis.

Klären Sie, welche Seiten tatsächlich benötigt werden und ob eine Teilübersetzung akzeptiert wird. Senden Sie die Empfängeranweisung mit der Anfrage und nennen Sie gewünschte Sprache, Format und Termin.

Nachlesen: Robert Koch-Institut: Informationen zum Impfen in verschiedenen Sprachen

Ihre nächsten Schritte

  1. Empfänger, Zweck und geforderte Sprache festhalten.

  2. Vorhandene mehrsprachige Dokumentfassung prüfen lassen.

  3. Benötigte Seiten vollständig und lesbar bereitstellen.

  4. Übersetzungsumfang und etwaige Bestätigung vereinbaren.

Weitere Fragen

Braucht jeder Impfpass eine beglaubigte Übersetzung?

Nein. Klären Sie zuerst, welche Sprachfassung und Bestätigung der konkrete Empfänger verlangt.

Ergänzen Sie fehlende Impfungen in der Übersetzung?

Nein. Fehlende oder unklare medizinische Dokumentation ist mit der ausstellenden beziehungsweise behandelnden Stelle zu klären.

Sind RKI-Sprachhilfen meine persönliche Impfbescheinigung?

Nein. Allgemeine Informationen und Ihr individueller Nachweis erfüllen unterschiedliche Aufgaben.

Quellen und weiterführende Hinweise

Für Ihren Auftrag zählen die aktuellen Vorgaben der empfangenden Stelle. Teilen Sie uns diese zusammen mit Ihren Unterlagen mit.

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