Ratgeber · Dolmetschen
Videodolmetschen oder vor Ort: Welche Lösung passt zu meinem Gespräch?
Eine Videoverbindung kann Wege ersparen, verändert aber die Gesprächssituation. Wählen Sie die Form anhand der Beteiligten, des Ablaufs und der Anforderungen an die Verständigung.
Geprüft am 28.10.2026
Kurz erklärt
Videodolmetschen kann passen, wenn alle Beteiligten zuverlässig hören, sehen und geordnet sprechen können. Ein Einsatz vor Ort kann bei komplexer Raum- oder Gesprächssituation geeigneter sein. Stimmen Sie Form, Ton, Zugang, Vertraulichkeit und einen Techniktest vorher ab. Die Eignung und Verfügbarkeit einer konkreten Plattform oder Einsatzform müssen ausdrücklich bestätigt werden.
Gespräch und Beteiligte vor der Plattform auswählen
Beschreiben Sie Anzahl und Standorte der Beteiligten, Sprachen und geplante Wortbeiträge. Mehrere Personen an einem gemeinsamen Raummikrofon haben andere Bedingungen als einzelne Teilnehmende mit geeigneten Headsets.
Klären Sie, ob Dokumente gezeigt, vertrauliche Einzelgespräche geführt oder mehrere Sprachkanäle benötigt werden. Eine normale Videokonferenzfunktion bestätigt noch keine passende Lösung für jede Dolmetschart.
Ton, Zugang und Testlauf gemeinsam prüfen
Der VKD betont für Ferndolmetschen geeignete Tonqualität, technische Betreuung und Vorbereitung. Legen Sie fest, wer Einladungen verschickt, Mikrofone prüft und bei Verbindungsproblemen erreichbar ist.
Planen Sie einen Test unter den tatsächlichen Bedingungen: gleiche Geräte, gleicher Raum und vorgesehener Zugang. Besprechen Sie Pausen und das Vorgehen bei Ausfällen. Eine stabile Verbindung allein behebt keinen unverständlichen Raumton.
Vertraulichkeit, Aufzeichnung und Verfügbarkeit abstimmen
Nennen Sie besondere Vorgaben des Empfängers und fragen Sie, ob die gewünschte Teilnahmeform dort zugelassen ist. Prüfen Sie, wer mithören darf, welche Unterlagen geteilt werden und ob eine Aufzeichnung vorgesehen ist.
Fragen Sie mit Datum, Dauer, Sprachen und Ablauf an. Plattform, Technikleistung und Datenschutzbedingungen müssen zum konkreten Auftrag passen. Eine Anfrage sagt weder eine beliebige Plattform noch eine sofortige oder rund um die Uhr verfügbare Zuschaltung zu.
Nachlesen: BDÜ Hessen/Rheinland-Pfalz: Übersetzungen und Dolmetscher richtig beauftragen
Ihre nächsten Schritte
Beteiligte, Standorte und Gesprächsablauf beschreiben.
Zulässige Form und besondere Vertraulichkeit klären.
Ton, Zugang, Betreuung und Testtermin vereinbaren.
Eignung, Verfügbarkeit und vollständigen Umfang bestätigen lassen.
Weitere Fragen
Ist jede Videokonferenzplattform geeignet?
Nein. Dolmetschart, Teilnehmer, Ton und Zugang müssen technisch und organisatorisch zusammenpassen.
Ist Videodolmetschen automatisch günstiger?
Es können Reiseaufwände entfallen, aber Technik, Vorbereitung und Team bleiben zu prüfen. Vergleichen Sie den vollständigen Umfang.
Kann ich das Gespräch einfach aufzeichnen?
Klären Sie Zustimmung, Vertraulichkeit und Nutzungsrechte vorab mit allen zuständigen Beteiligten.
Quellen und weiterführende Hinweise
- VKD im BDÜ: Leitlinien für Remote Interpreting
- BDÜ Hessen/Rheinland-Pfalz: Übersetzungen und Dolmetscher richtig beauftragen
Für den Einsatz zählen der bestätigte Ablauf, die passende Qualifikation und die vereinbarten technischen Bedingungen.
Ihren Dolmetschtermin anfragen
Nennen Sie Termin, Ort, Sprachen und Gesprächsablauf. Wir klären den möglichen Umfang und die Verfügbarkeit mit Ihnen.
Kostenlos und unverbindlich. Eine Anfrage reserviert noch keinen Einsatz; Verfügbarkeit und Buchung werden ausdrücklich bestätigt.