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Ratgeber · Fachübersetzungen

Fachübersetzung beauftragen: Welche Angaben, Glossare und Referenzen helfen?

Ein gutes Briefing erklärt, wofür der Zieltext gebraucht wird. Damit lassen sich Sprache, Terminologie und gewünschte Ausgabe besser auf das tatsächliche Projekt abstimmen.

Geprüft am 28.10.2026

Kurz erklärt

Nennen Sie Ausgangs- und Zielsprache, Zielmarkt, Leser, Fachgebiet, Verwendungszweck und Termin. Stellen Sie die freigegebene Quelle sowie verlässliche Glossare und Referenzen bereit. Kennzeichnen Sie, welche Vorgaben verbindlich sind, und benennen Sie eine Person für Rückfragen. Übersetzung, Layout, fachliche Zusatzprüfung und spätere Aktualisierungen sollten als eigener Umfang geklärt werden.

Zielmarkt und Leser konkret beschreiben

„Englisch für unsere Website“ kann unterschiedliche Aufgaben meinen. Nennen Sie die Sprachvariante, den Zielmarkt und ob Leser Fachpersonal, Kunden oder Mitarbeitende sind. Geben Sie gewünschte Ansprache und verbindliche Produktnamen mit.

Die BDÜ-Hinweise nennen Zielgruppe und Verwendungszweck als wichtige Auftragsangaben. Erklären Sie deshalb, ob der Text intern informiert, veröffentlicht oder als formeller Nachweis vorgelegt werden soll. Eine Übersetzung ist nicht automatisch eine rechtliche Marktfreigabe.

Nachlesen: BDÜ Berlin-Brandenburg: Von der Anfrage bis zur Abrechnung

Glossare und Referenzen mit Gültigkeit versehen

Ein hilfreiches Glossar verbindet Ausgangsbegriff, freigegebenen Zielbegriff und Kontext. Kennzeichnen Sie unerwünschte Varianten und Begriffe, die unverändert bleiben sollen. Nennen Sie Versionsstand und verantwortliche Freigabe.

Geben Sie Referenztexte nicht ungeprüft als verbindliche Vorlage weiter. Markieren Sie, ob ein älterer Zieltext freigegeben, nur beispielhaft oder fachlich überholt ist. Bei Widersprüchen sollten Rückfragen vor einer endgültigen Festlegung möglich sein.

Dateistand, Ausgabe und Freigabeprozess vereinbaren

Senden Sie die endgültigen Quelldateien mit einer Übersicht der zu bearbeitenden Bestandteile. Kennzeichnen Sie Texte in Bildern, ausgeblendete Inhalte, Tabellen und ausgenommene Passagen. Vereinbaren Sie die gewünschte Rückgabeform vorab.

Die Beauftragungshinweise empfehlen klare Absprachen zu Umfang und Termin. Benennen Sie Ansprechpartner und Freigabeschritte und behandeln Sie nachträgliche Quelländerungen als neue Versionsinformation, deren Aufwand ausdrücklich zu klären ist.

Nachlesen: BDÜ Hessen/Rheinland-Pfalz: Übersetzungen und Dolmetscher richtig beauftragen

Ihre nächsten Schritte

  1. Sprachen, Zielmarkt, Leser und Zweck festlegen.

  2. Freigegebene Quelle und vollständigen Bestand ordnen.

  3. Glossar und Referenzen nach Verbindlichkeit kennzeichnen.

  4. Rückfragen, Termin, Ausgabe und Freigabe abstimmen.

Weitere Fragen

Brauche ich vor jeder Anfrage ein fertiges Glossar?

Nein. Geben Sie vorhandene Freigaben und offene Begriffe mit; ein zusätzlicher Terminologieumfang muss vereinbart werden.

Ist das Layout automatisch enthalten?

Nennen Sie die gewünschte Ausgabe und besondere Formatierungsaufgaben. Der tatsächliche Umfang wird vorab geklärt.

Was passiert, wenn sich die Quelle später ändert?

Teilen Sie die neue Version und geänderte Stellen mit. Zusätzlicher Aufwand und Termin müssen abgestimmt werden.

Quellen und weiterführende Hinweise

Für den Auftrag zählen die freigegebene Quelle, der gewünschte Verwendungszweck und der ausdrücklich vereinbarte Umfang.

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